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Chronik 2010



10.12.2010 - "Unter dem Silbermond" - 8. Literarisches Café



Gönnen Sie sich nach dem Besuch des St. Wendeler Weihnachtsmarktes einen Hochgenuss der Extraklasse. Zum 8ten Mal verwandelt sich die Bibliothek in ein literarisches Café mit weihnachtlichem Ambiente bei Kerzenlicht.

 

Daniela Rössler und Band präsentieren Ihnen Lieder und Klassiker zum Thema Mond von Glen Miller über Van Morrison und Frank Sinatra bis Sting. Erleben Sie Beethovens „Mondscheinsonate“, Pink Floyds „Dark side of the Moon“ oder „Blue Moon“ live gespielt von Edgar Bach (Klavier), Thomas Seibel (Schlagzeug) und Wolfgang Bode (Bass).

 
Dazu rezitiert Daniela Rössler Gedichte von Eichendorf, Rilke, Storm und Goethe und moderiert über das Thema Mond und seine Wirkung.

 
Zu dieser musikalischen Soirée sind alle Liebhaber guter Musik und Lyrik am Freitag, dem 10. Dezember ab 20:00 Uhr in die Stadt- und Kreisbibliothek im Mia-Münster-Haus herzlich eingeladen.

28.10.2010 - Manuel Andracks "Saarsammelsurium"



Wie viele Ziegen wurden 1927 in St. Wendel zur Schlachtbank geführt? Wie hat sich der Straftatbestand der Beleidigung im Saarland entwickelt? Mit welchen Geschenken erfreute Graf Ludwig seine Mätressen? Die Antworten auf diese und viele ähnliche kuriose Fragen liefert der frischgebackene Saarländer Manuel Andrack. Am Donnerstag, dem 28. Oktober 2010, stellt er in der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel sein Buch „Saarsammelsurium“ vor.

 

 

Einem breiteren Publikum ist Manuel Andrack als langjähriger Partner von Harald Schmidt in dessen Late-Night-Show bekannt geworden. Vor zwei Jahren ist er vom Rhein an die Saar gezogen. Seither ist er kreuz und quer im Saarland unterwegs, um Land und Leute kennen zu lernen und die Besonderheiten seiner neuen Heimat zu erkunden. Der Saarländische Rundfunk begleitete ihn dabei und dokumentierte seine Entdeckungen in der erfolgreichen Reihe „Ich werde Saarländer“.

 

Inzwischen hat er allerhand über seine Wahlheimat erfahren: Geografisches und Landeskundliches, Kulinarisches und Historisches, Kurioses und Bedeutsames. Seine Fundstücke hat er nun zusammengepackt in einem echten Sammelsurium, dessen Ordnungskriterium die Unordnung ist und natürlich der Unterhaltungswert für den Leser.

 
Pro-Kopf-Bierverbrauch im Saargebiet und historische Fußballergebnisse, alle Opfer der saarländischen „Tatorte“, saarländische Briefmarkenmotive und amüsante Zwischenrufe im Landtag - Manuel Andrack lässt kaum ein Thema aus in seiner Fundgrube.

 

Alle Saarländer (und solche, die es werden wollen) sind herzlich eingeladen, wenn Manuel Andrack am Donnerstag, dem 28. Oktober 2010, in der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel sein „Saarsammelsurium“ präsentiert. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.

21.10.2010 - Von Powerfrauen, Tussis und anderen Spezies



Die Frau, das unbekannte Wesen? Nicht mehr lange. Claudia Schreiber führt uns durch den Artendschungel. In ihrem neuen Buch „Heimische Frauenarten. Ein Bestimmungsbuch“, das sie am 21. Oktober in der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel vorstellt, beschreibt sie humorvoll die wichtigsten Vertreterinnen und hilft bei der Unterscheidung zwischen giftigen und genießbaren, schmackhaften und ungenießbaren Exemplaren.

 

Nach dem Bestseller „Heimische Männerarten“ erscheint nun das Bestimmungsbuch zur heimischen Frauenwelt. Ob Kratzbürste, Powerfrau, Chamäleondame, Hausmaus, Krake, Dresseurin oder Mimose – mit diesem Führer gelingt auch dem ungeübten Laien die eindeutige Bestimmung. So erfährt man alles über den gefährlichen Umgang mit der „Gnadenlosen“ oder „Eiskalten“, über Vor- und Nachteile des Lebens mit der „Handarbeiterin“ sowie das fürsorgliche Wesen der „Omma“. Mit pointierten Texten und detaillierten Bildern des Illustrators Kai Pannen wird uns hier ein origineller Führer mit hohem Spaßfaktor an die Hand gegeben, geeignet zum Nachschlagen und Abgleichen im Bekanntenkreis – und sicherlich nicht nur für Männer von Interesse.

 

Claudia Schreiber, 1958 geboren, arbeitete viele Jahre als Hörfunk- und Fernsehjournalistin. 2003 erschien ihr Bestsellerroman „Emmas Glück“, der 2006 verfilmt wurde. Heute lebt die mehrfach ausgezeichnete Buchautorin in Köln.

 

Im Rahmen der Frauenkulturtage und Kooperation mit Buch+Papier Klein stellt Claudia Schreiber am 21. Oktober 2010 um 19:30 Uhr in der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel ihr Buch vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

23.09.2010 - „Diesen Hinweis nicht beachten!“



Schon gelesen? Dabei sollten Sie diesen Hinweis ja gar nicht beachten!? Absurde oder widersprüchliche Aussagen wie diese gehören heute so sehr zu unserem Alltag, dass sie oftmals bewusst gar nicht mehr wahrgenommen werden. Dazu gehören zahllose Wortschöpfungen ebenso wie die Verwendung von Füllwörtern wie „eigentlich“ und „irgendwie“: "Irgendwie finde ich das Haus ganz schön". „Eigentlich ist das gut.“ Warum ist unsere Umgangssprache gespickt von all den kleinen für die Grundaussage des Satzes überflüssigen Worten? Welche Mechanismen tragen zur Veränderung unserer Sprache bei? Wie wirken solche Sätze auf den Gesprächspartner? Und vor allem: Inwieweit beeinflusst die veränderte Sprache unser Leben?


Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren viele deutsche Begriffe durch Anglizismen ersetzt: "Destinationen" ersetzen Ankunftsorte, Hausmeister und Putzfrau wurden zu "Facility Manager" und "Room Cleaner" "befördert".
Die Referentin Julia Droste-Hennings, Autorin zahlreicher Bücher, setzt sich seit Jahren mit den Feinheiten der Sprache auseinander. In ihrem humorvollen Vortrag macht sie mit vielen Beispielen auf die veränderten Sprachgewohnheiten aufmerksam und möchte das Publikum vor allem für die damit unbewusst transportierten – und nicht immer gewollten! - Botschaften sensibilisieren.


Zu diesem Vortrag über die große Macht von kleinen Worten, ihren Einsatz in der täglichen Kommunikation und ihre Wirkung auf Menschen sind alle interessierten Leserinnen und Leser am Donnerstag den 23. September um 19.30 Uhr bei freiem Eintritt in die Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel eingeladen.

05.09.2010 - "Fragen an den Autor" - Rüdiger Dahlke



Der Bestseller-Autor Dr. Rüdiger Dahlke wurde bekannt durch Bücher wie „Krankheit als Sprache der Seele“ oder „Die Säulen der Gesundheit“. Nun erläutert der Arzt und Psychotherapeut „Die Schicksalsgesetze“.


Wenn man Naturgesetze ignoriert, fällt man meistens auf die Nase oder verschwendet viel Energie. Ähnliches gilt für universelle Gesetze des Lebens. An erster Stelle steht da die Polarität: Wo Licht ist, muß auch Schatten sein. Das klingt banal, hat aber ebenso große Auswirkungen wie die Erkenntnis, daß wir nur wahrnehmen, was auf unserer Wellenlänge liegt. Von den Hexenverbrennungen und dem Antisemitismus bis zum Krieg gegen den Terror oder gegen die Drogen gibt es zahlreiche Beispiele für Projektion und das Verleugnen der eigenen dunklen Seiten.


Wie können wir uns und anderen das Leben erleichtern? Warum sind wir so oft auf (mindestens) einem Auge blind? Wie lernen wir die Spielregeln des Lebens?

 

Am Sonntag, dem 5. September, können die Hörer(innen) selbst „Fragen an den Autor“ stellen. SR 2 KulturRadio überträgt direkt aus der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel im Mia.Münster-Haus. Der Arzt und Psychotherapeut Dr. Rüdiger Dahlke stellt sein Buch „Die Schicksalsgesetze. Spielregeln fürs Leben“ vor (Goldmann Arkana, 19,95 €)

Der Eintritt ist frei, Veranstaltungsbeginn ist 10.30 Uhr.

24.06.2010 - "8000 saarländische Schimpfwörter zwischen Buchdeckeln“



Schimpfwörter sind wie Waffen, sagen die beiden saarländischen Mundartexpertinnen Edith Braun und Karin Peter - und haben ein ganzes Waffenarsenal vorgelegt, ein Buch voller Schimpfwörter, auf saarländisch natürlich. "Von Aabääter bis Zwuurwel" heißt das über 200 Seiten starke Werk, das am 24. Juni im Mia-Münster-Haus vorgestellt wird.

Bereits vor gut zwei Jahren hat Edith Braun mit ihrer Tochter Evelyn Treib einen Band mit Neck- und Schimpfnamen herausgegeben. Und vor vier Jahren hat Christel Keller, wie Edith Braun, Karin Peter und Evelyn Treib im saarländischen Mundartring aktiv, ein Nachschlagewerk mit Schimpfwörtern und Kosenamen aus dem Saarbrücker Raum zusammengestellt. Keines dieser Werke ist aber so umfangreich und gut sortiert wie das neue Buch von Edith Braun und Karin Peter.


Beide Autorinnen, die seit Jahren Mundart-Kolumnen für die Saarbrücker Zeitung schreiben, haben unabhängig voneinander begonnen, Schimpfwörter zu sammeln. Peter richtet ihr Augenmerk auf Wörter ihrer Saarlouiser Mundart. Braun beschäftigte sich mit dem Wortschatz des Saarbrücker und St. Ingberter Raums. Zusammen sind sie auf rund 8000 Wörter gekommen. Die haben die beiden Mundartexpertinnen unter anderem nach "Zielgruppen" sortiert. Denn der schimpfende Saarländer soll ja wissen, für wen er welches Schimpfwort verwenden sollte.

 

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 24. Juni 2010, um 19.30 Uhr in der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel statt. Alle interessierten Bürger/innen sind bei freiem Eintritt herzlich eingeladen.

08.06.2010 - "Wonnemond"



Der St. Wendeler Autor Richard Linxweiler stellt in der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel seinen Roman „Wonnemond“ vor

     
Auf eine erfreuliche Resonanz stieß vor zwei Jahren Richard Linxweilers erster historischer Roman „Pockenmond“. Nun legt er mit „Wonnemond. Eine Geschichte aus dem Saarland“ eine Fortsetzung vor.

Die Geschichte beginnt mit einer Sensation: Im Keller eines Bauernhauses im Ostertal wird ein über hundert Jahre altes Skelett ausgegraben, dessen DNA unzweifelhaft mit der eines lebenden Mannes übereinstimmt. Und es ist gerade jener Mann, der zuvor schon in „Pockenmond“ durch sein rätselhaftes Verschwinden und Wiederauftauchen und seine unerklärliche Pockenerkrankung für Aufregung sorgte.

Zur Lösung dieses Rätsels entführt uns Linxweiler auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit des Ostertals und der Städte St. Wendel, Ottweiler, Neunkirchen, Homburg, Saarbrücken und Zweibrücken. Die Ränkespiele der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, ungeklärte Todesfälle, Prozesse und zwielichtige Alchemisten verwickeln den Protagonisten Holle in nervenaufreibende Ereignisse.

Der Autor Richard Linxweiler wurde 1955 in Werschweiler geboren. Der studierte Designer und Wirtschaftswissenschaftler erhielt nach Tätigkeiten in der Industrie eine Professur an der Hochschule Pforzheim. Sein Interesse für Regionalgeschichte war der Anstoß für ihn, sich dem Verfassen historischer Romane zu widmen.

Freunde von Literatur und spannender Unterhaltung wie heimatgeschichtlich Interessierte sind herzlich eingeladen, wenn Richard Linxweiler am Dienstag, dem 8. Juni 2010, in der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel aus seinem Roman „Wonnemond“ liest. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

11.05.2010 - "Das Turiner Grabtuch aus wissenschaftlicher Sicht"



Das Turiner Grabtuch ist ein 4,36 Meter langes und 1,10 Meter breites Leinentuch, das ein Ganzkörper-Bildnis der Vorder- und Rückseite eines Menschen zeigt. Das Tuch wird in einer im Ende des 17. Jahrhundert erbauten Seitenkapelle des Turiner Doms aufbewahrt.

 

Es wird von vielen Gläubigen als das Tuch verehrt, in dem Jesus von Nazaret nach der Kreuzigung begraben wurde, und hat eine Reihe von Christusdarstellungen inspiriert. Die Verehrung des Tuches wurde insbesondere im späten 19. Jahrhundert intensiviert, nachdem fotographische Negative des Grabtuchs ein sehr plastisches und lebensnahes Abbild erken-nen ließen. Die dokumentierte Ersterwähnung des Tuches fand im 14. Jahrhundert statt.

 

Das Grabtuch, 1988 für unecht erklärt, beschäftigt die Gemüter der Menschen noch immer. Ist es doch der Überlieferung nach das Grabtuch Jesu und trägt sein Abbild. Damit ist es in der Tat eine der heiligsten Reliquien der Christenheit und eine zentrale historische Quelle, die Auskunft über die Hinrichtung des historischen Jesus gibt. Inzwischen können die Histo-riker die Spur des Tuches über zwei Jahrtausende hinweg verfolgen. Ergänzt werden diese Forschungen durch naturwissenschaftliche Analysen des Grabtuchs, die ebenso überra-schende wie eindeutige Beweise liefern: In diesem Tuch lag Jesus von Nazareth. Birgt es darüber hinaus weitere Erkenntnisse?

 

Dr. Hans-Joachim Kühn, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte des Mit-telalters der Universität des Saarlandes stellt die wichtigsten gesicherten Erkenntnisse aus mehr als einem Jahrhundert Grabtuchforschung vor, die allzu oft durch sensationslüsterne Journalisten missachtet oder fehlgedeutet werden.

 

Die Veranstaltung ist ein Teil der Vortragsreihe "Uni vor Ort" und findet am Dienstag, dem 11.Mai 2010, um 19.30 Uhr in der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel statt. Alle inte-ressierten Bürger/innen sind bei freiem Eintritt herzlich eingeladen.


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