Kultur zum Feierabend - "Gruß aus der Ferne"

Kultur zum Feierabend - "Gruß aus der Ferne"


Zu einem Konzert zu Ehren von Herzogin Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld  (1800-1831) lädt die Kreisstadt St. Wendel im Prinz-Albert-Jahr 2019, am Dienstag, 16. April, um 19.30 Uhr, ins Mia-Münster-Haus St. Wendel, Wilhelmstraße 11, ein.

Das Konzert mit dem Titel "Gruß aus der Ferne" steht in engem Bezug zu den Lebensstationen von Herzogin Luise, die ihre letzten Lebensjahre nach der Trennung von ihrem ersten Mann Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld in St. Wendel verbringen musste und hier großes Ansehen genossen hat.

Die Kreisstadt St. Wendel hat das Konzert anlässlich des 200. Geburtstags von Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, Sohn von Herzogin Luise und Gemahl der britischen Königin Viktoria, in eine Veranstaltungsreihe aufgenommen, in der noch einmal an Herzogin Luise - die Vorfahrin der Windsors - und ihre Zeit in St. Wendel erinnert wird.

Bei dem Konzert wirken mit: Elizabeth Wiles - Sopran, Jörg Lieser - Klarinette, Thomas Betz - Klavier, und Maria Gutierrez - Moderation.

Zur Programmgestaltung: Luises Vater, Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg, war ein großer Förderer der Künste. Er gewann 1805 Louis Spohr als Kapellmeister für seine Hofkapelle. Zu dieser Zeit war auch der St. Wendeler Komponist Philipp Jakob Riotte, den Luise später bei einem Opernbesuch in Wien auch persönlich getroffen hat, als Musiker am Gothaer Hoftheater. Auch Carl Maria von Weber trat am dortigen Hofe auf. Neben Werken dieser Komponisten wird auch ein Stück des Harfenlehrers von Prinzessin Luise, Johann Georg Heinrich Backofen, zu hören sein, das dieser seiner hoheitlichen Schülerin gewidmet hat.

Auch die beiden Söhne der Herzogin kommen zu Wort: Prinz Albert, der spätere Gemahl der englischen Königin Viktoria, mit der Liedvertonung eines Gedichtes seines Bruders. Und eben dieser, Ernst II., mit einer Arie aus seiner, von Franz Liszt uraufgeführten, Oper "Santa Chiara". Für die Aufführung dieser Oper in Paris setzte sich Giacomo Meyerbeer ein, aus dessen eigener Oper "Robert le diable" eine Arie erklingen wird. Luises Gemahl, Ernst I., ließ mit dieser Oper das neu errichtete Theater in Gotha einweihen.

Während ihres letzten Opernbesuchs in Paris, bei dem Herzogin Luise Daniel-François-Esprit Auber's Oper "Der Gott und die Bayadere" hörte, erlitt sie einen Blutsturz und musste aus dem Theater getragen werden. Kurz darauf verstarb sie mit nur 31 Jahren. Eine Fantasie für Klarinette und Klavier vereint die damals beliebtesten Melodien aus diesem, heute vergessenen, Werk. Die wunderbare Komposition "Der Hirt auf dem Felsen" von Franz Schubert, dem Lieblingskomponisten Prinz Alberts, wird das Konzert beschließen.

Eintrittskarten sind für 15 Euro, ermäßigt zwölf Euro (für Schwerbehinderte ab 50 % MdE) im Vorverkauf bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen, in St. Wendel sind dies: Klein Buch + Papier, Tante Guerilla Shop und Globus, unter www.ticket-regional.de und an der Abendkasse erhältlich. SchülerInnen und Studierende haben gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises freien Eintritt. Veranstalter ist die Kreisstadt St. Wendel - Info: www.sankt-wendel.de, Tel.
(0 68 51) 8 09 19 30.

Bildbeschreibung und Copyright - von links nach rechts:
„Herzogin Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg, A. Delf um 1817. Coburg, Schloss Ehrenburg, Inv.-Nr. E/M544. Foto: Bayerische Schlösserverwaltung, Andreas Lang/Rainer Herrmann“
Jörg Lieser, Klarinette – Foto: privat
Elizabeth Wiles, Sopran – Foto: Henrik Bollmann
Thomas Betz, Klavier – Foto: Peter Klos