Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gelten auch für „Hexennacht“ und die Wanderungen zum 1. Mai

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal der Hinweis darauf, dass die Einschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie auch für die bevorstehende „Hexennacht“ und die traditionellen Wanderungen zum 1. Mai gelten. Wie bisher sollten Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden.

Die Ortspolizeibehörde wird dahingehend auch an diesem Wochenende regelmäßig  Kontrollen durchführen.

 

 

Als hilfreiche Ergänzung dazu noch eine Auslegungshilfe der beteiligten Ministerien und des Saarländischen Städte- und Gemeindetages zu diesem Punkt:

Nach § 2 Abs. 3 Satz 1 CoP-VO ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur „bei Vorliegen triftiger Gründe“ erlaubt. Das Treiben von Schabernack und das Spielen von Streichen durch Kinder und Jugendliche, die zum Brauch der „Hexennacht“ gehören, können nicht unter die im Beispielskatalog des § 2 Abs. 3 Satz 2 CoP-VO aufgeführten Gründe subsumiert werden. Insbesondere dürfte es sich hierbei nicht nach Nr. 7 des Beispielskatalogs um Sport und Bewegung im Freien handeln. Auch ein dem Gewicht dieser Gründe entsprechender Grund für das Verlassen der eigenen Wohnung, um dieser Tradition nachzugehen, ist nicht ersichtlich. Zu beachten sind bei der diesbezüglichen Beurteilung immer auch der Grundsatz des § 1 Satz 1 CoP-VO, wonach der physische und soziale Kontakt „auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren“ ist sowie die infektionsschutzrechtliche Zielsetzung der CoP-VO.

Das Gleiche gilt auch für das Feiern von Erwachsenen am 30. April und am 1. Mai.