Dreifeld-Sporthalle St. Wendel: Verwaltung empfiehlt späteren Baubeginn

Risiko einer Kostensteigerung aufgrund aktueller Materialknappheit und der Auswirkungen der Corona-Pandemie soll so reduziert werden. Verwaltung empfiehlt Verschiebung des Baubeginns auf Frühjahr 2022.

Höhere Kosten für Baustoffe wie Stahl, Holz und Dämmmaterial aufgrund von Materialknappheit sowie die übervollen Auftragsbücher der Baufirmen und die gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen derzeit bundesweit die Kosten zahlreicher Bauprojekte explodieren. Um das Risiko einer erheblichen Kostensteigerung bei dem geplanten Neubau der Dreifeld-Sporthalle in St. Wendel aufgrund der aktuellen Preisspitzen zum jetzigen Zeitpunkt zu vermeiden, empfiehlt die Verwaltung der Kreisstadt deshalb eine Verschiebung des Baubeginns auf das Frühjahr 2022.

„Auf die aktuellen Marktpreisspitzen – sie liegen zum Teil bis zu 80 Prozent über denen des Vorjahresmonats – zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu reagieren, wäre aus unserer Sicht der falsche Weg“, sagt St. Wendels Bürgermeister Peter Klär.

Gleichzeitig soll die Verwaltung in der kommenden Stadtratssitzung am 15. Juli beauftragt werden, die weiteren förmlichen Verfahrensschritte zur Ausschreibungsreife zu unternehmen, um dem Rat in der Folgezeit eine unter den dann herrschenden Rahmen- und Marktbedingungen angepasste Kostenzusammenstellung vorzulegen.

Hintergrund:

Der Stadtrat der Kreisstadt St. Wendel hatte in seiner Sitzung am 19. Mai 2020 die Stadtverwaltung mit der Weiterführung der Ausführungsplanung bis hin zur Vorbereitung der Vergabe beauftragt. Am Ende dieses Prozesses stehen die ausgearbeiteten Leistungsverzeichnisse und eine aktualisierte Kostenberechnung, die zu diesem Zeitpunkt nach den einschlägigen Vorschriften als Kostenanschlag bezeichnet wird.

Das beauftragte Architekturbüro übermittelte hier die aktuelle Kostenermittlung in Höhe von rund 16,3 Millionen Euro (Stand 08.07.2021) - darin bereits berücksichtigt ein Baupreisindex-Aufschlag von 20 Prozent.    

Unter Berücksichtigung des aktuellen Baupreisrisikos aufgrund der zur Zeit angespannten Marktlage – Marktspitzen ausgewählter Baumaterialien wie Konstruktionsvollholz, Betonstahl und Dämmmaterial liegen hier gerade bis zu 80 Prozent über dem Preis des Vorjahresmonats  -  würde sich ein zusätzlicher Betrag von rund 3,2 Millionen Euro ergeben.

In diesem Zusammenhang weist unter anderem das saarländische Ministerium für Inneres, Bauen und Sport darauf hin, dass sich Preise, aber auch Verfügbarkeiten von Baustoffen rasant entwickeln. Im Hinblick darauf empfiehlt die Verwaltung die Verschiebung des Baubeginns auf Frühjahr 2022.