33 Kilogramm Honigernte von Rathaus-Bienen

Fleißig sind sie, die St. Wendeler Rathausbienen. ln ihrer zweiten Saison bescheren sie der Kreisstadt St. Wendel voraussichtlich mehr als doppelt so viel Honig wie im Vorjahr. "Das zeigt, dass sich die neuen Mitbewohner hier im Rathaus gut eingelebt haben und sich offensichtlich unsere fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Vorbild nehmen", erklärt St. Wendels Bürgermister Peter Klär schmunzelnd.

Allein vom Frühlingshonig, den die 120.000 Bienen aus den Pflanzen und Gärten im St. Wendeler Stadtgebiet geholt haben, gibt es jetzt rund 33 Kilo. Zur Ernte des Sommerhonigs rechnen die städtischen Imker Ruth Schömann und Dirk Schu bei gutem Wetter noch einmal mit der gleichen Menge.

Vier Bienenvölker waren im Frühjahr des Vorjahres auf der Dachterrasse des Rathauses am Dom eingezogen und leben seitdem Tür an Tür mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. 27 Kilo Honig hatten sie vergangen Jahr gesammelt und so für den ersten St. Wendeler Rathaushonig gesorgt. Verkauft wird dieser nicht. Er dient vielmehr als Geschenk zu besonderen Anlässen. Etwas, das in dieser Form wohl nur in St. Wendel zu bekommen ist. Klär:  "Meines Wissens sind wir deutschlandweit die einzige Kommune, die im Rathaus Bienen hält und eigenen Honig produziert."

 

Das dient auch der Umwelt. Bienen liefern einen wichtigen Beitrag zu Gleichgewicht und Erhaltung der Natur. Denn die Bienenhaltung, die schon lange ein wichtiger Faktor zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts ist, wird in Zeiten zunehmender Industrialisierung und Ausweitung der Städte wichtiger denn je. Es gilt daher, den Bestand an Honigbienen zu sichern.

Dies war für Rathauschef Klär auch das Hauptargument, als er sich für die emsigen, schwarz-gelben Mitbewohner entschied. "Die Bienenhaltung ist für mich ein Symbol für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur", betont der Bürgermeister.

Mit  der  Initiative  will  Klär  nicht  nur  selbst  aktiv  werden,  sondern  auch  die St. Wendeler zum Nachdenken und Nachahmen anregen. "Wenn wir durch unser Beispiel einige Menschen zur Imkerei und zur nachhaltigen Herstellung eigenen Honigs bringen könnten, würde mich das sehr freuen", erklärt er.