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13. Apr. 2026

Neues Gemeindezentrum Winterbach fertig gestellt

Lebendiger Ort der Begegnung mit nachhaltiger und barrierefreier Bauweise.

Mit dem Neubau des Gemeindezentrums im Stadtteil Winterbach stellte St. Wendels Bürgermeister Peter Klär jetzt eines der zentralen Bauprojekte der vergangenen Jahre in der Kreisstadt vor. Der Rathauschef unterstrich die Bedeutung des Gebäudes als lebendigen Ort der Begegnung für Winterbach. Mit seiner nachhaltigen und barrierefreien Bauweise schaffe der Neubau hierfür beste Voraussetzungen. Der künftige Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft hat Kapazitäten für rund 190 Gäste bei einer bebauten Gesamtfläche von 1 453 Quadratmetern und einer Netto-Raumfläche von 757 Quadratmetern. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 5,3 Millionen Euro.

„Mit dem neuen Gemeindezentrum entsteht in Winterbach ein modernes Dorfzentrum, das das gesellschaftliche Leben langfristig stärken und neue Impulse für das Miteinander in der Dorfgemeinschaft setzen wird“, betonte Klär.

Architektonisch gliedert sich der Neubau in einen zentralen, eingeschossigen Hauptkörper, in dem sich der Veranstaltungssaal mit integrierter Bühne befindet. Dieser bildet das Herzstück des Gebäudes. Um diesen zentralen Baukörper sind ringförmig die Neben- und Funktionsräume angeordnet, wodurch eine klare Struktur und kurze Wege entstehen. Das Raumprogramm umfasst zudem einen Eingangsbereich mit Windfang und zentralem Foyer samt Garderobe, eine großzügige Außenterrasse, Lager- und Funktionsräume, Sanitäranlagen inklusive barrierefreier Ausstattung, eine Küche mit Vorbereitungsbereich, einen Ausschankraum mit Kühlzelle, einen Multifunktionsraum sowie Technik- und Verwaltungsbereiche.

Das Konzept orientiert sich an den Bedürfnissen der Winterbacher Dorfgemeinschaft. Bewährte Raumkonzepte aus anderen Gemeindezentren der Kreisstadt wurden aufgegriffen und weiterentwickelt, um ein Zentrum für Kommunikation, Vereinsleben und Veranstaltungen zu schaffen. Besondere Aufmerksamkeit lag dabei auf flexiblen Nutzungsmöglichkeiten: Durch teilbare Räume kann das Gebäude an unterschiedlichste Veranstaltungsformate angepasst werden, was zugleich zur Reduzierung der Betriebskosten beiträgt.

Ein Barrierefreiheits-Konzept gewährleistet die gleichberechtigte Nutzung für alle Besucher. Für angenehmes Raumklima sorgt ein Lüftungssystem in Kombination mit einer Wärmepumpentechnologie, um auch bei hoher Auslastung konstante Bedingungen zu schaffen. Glasfassaden mit Sonnenschutz gewährleisten eine natürliche Belichtung.

Eine Regenwassernutzungsanlage versorgt unter anderem die Sanitärbereiche, während überschüssiges Wasser in den nahegelegenen Winterbach abgeleitet wird. Die Bauweise setzt auf eine monolithische Außenwandkonstruktion und langlebige und recyclingfreundliche Materialien. Das begrünte Flachdach verbesset das Mikroklima. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher sowie die Möglichkeit zum Betrieb einer Ladestation für Elektrofahrzeuge.

Die Finanzierung des Projekts wird durch Fördermittel von Land und Bund unterstützt. Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport des Saarlandes stellt im Rahmen der Bedarfszuweisungen eine Million Euro zur Verfügung. Weitere 850.000 Euro stammen aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) unterstützt Städte und Gemeinden deutschlandweit beim Erhalt ihrer sozialen Infrastruktur. Es wurde erstmals im Jahr 2015 aufgelegt. Bis 2021 hat der Bund insgesamt 1,54 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Rund 900 Projekte wurden für eine Förderung ausgewählt, gut 750 Projekte davon betreffen Sportstätten. Im Fokus stehen das soziale Miteinander und der Klimaschutz. Gefördert werden investive Maßnahmen – Sanierungen und in Ausnahmefällen auch Ersatzneubauten – mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung sowie sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre energetischen Wirkungen und Anpassungsleistungen an den Klimawandel. Die Projekte sind außerdem von beachtlicher Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration in der Kommune. Seit 2022 wird das Programm aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert und mit einem deutlicheren Fokus auf die energetische Sanierung der zu fördernden Einrichtungen fortgeführt. Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) liegt in der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Foto Gemeindezentrum-Winterbach-10-04-26- bo-9: St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (links) überreicht Winterbachs Ortsvorsteher Gerhard Weinand einen symbolischen Schlüssel zur Eröffnung des neuen Gemeindezentrums.

Fotograf: Kreisstadt St. Wendel / Josef Bonenberger

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