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Grafik Ratte schwarz auf weißem Hintergrund
29. Okt. 2026

Gemeinsam gegen Rattenbefall in der Kreisstadt St. Wendel

Bürgerinformationskampagne der Stadtverwaltung

Der Befall von Ratten wird in vielen Städten zunehmend zum Problem. Auch in der Kreisstadt St. Wendel nehmen die Meldungen über Rattenbefall zu. Ratten können – wie andere Tiere auch – Krankheiten übertragen. Insbesondere über die Ausscheidungen der Tiere können Krankheitserreger auf Lebensmittel gelangen, über verschmutzte Hände auf die Schleimhäute übertragen oder beim trockenen Kehren durch aufgewirbelten Staub eingeatmet werden.

Die Kreisstadt St. Wendel geht gegen den Befall von Ratten regelmäßig in besonders betroffenen Bereichen der Kanalisation vor. Hierfür werden spezielle Köderboxen eingesetzt, die nach den gesetzlichen Vorgaben kontrolliert und dokumentiert werden. In Wohngebieten erfolgt das Vorgehen in der Regel nach Hinweisen aus der Bevölkerung und einer entsprechenden Feststellung des Befalls.

Mithilfe der Bürger entscheidend

Doch eine wirksame Eindämmung kann nur gemeinsam gelingen. Mit wenigen Maßnahmen können alle Bürger der Kreisstadt dazu beitragen, Ratten keine Nahrungsquellen oder Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Bereits die Beachtung der folgenden Hinweise kann einen positiven Beitrag leisten:

  • Speisereste nicht über Toilette oder Kanal, sondern über die Biotonne entsorgen
  • Keine gekochten Speisereste sowie Fleisch-, Fisch- oder Milchprodukte auf den Kompost geben
  • Geschlossene oder rattensicheren Kompostbehälter nutzen
  • Fallobst regelmäßig auflesen und reifes Obst und Gemüse zeitnah ernten
  • Tierfutter und Lebensmittelvorräte in Garagen oder Schuppen nur in gut verschlossenen Behältern lagern und Futterreste entfernen
  • Mülltonnen stets geschlossen halten und beschädigte Behälter reparieren oder austauschen lassen
  • Hecken und Sträucher regelmäßig zurückschneiden sowie Laub-, Reisig- oder Grünabfälle entfernen, da diese Ratten als Versteck dienen können
  • Öffnungen im erdnahen Bereich (beispielsweise Lüftungsschächte) mit engmaschigen Gittern verschließen
  • Tiere in Parks, Grünanlagen oder auf öffentlichen Plätzen nicht füttern, da zurückbleibende Futterreste Ratten anziehen können
  • Keine Rattengiftköder auslegen, da unsachgemäß eingesetzte Köder Menschen, Haustiere und Wildtiere gefährden können

Neue gesetzliche Regelung

Seit Juli 2026 ist die sogenannte befallsunabhängige Dauerbeköderung (BUD) mit Rodentiziden nicht mehr zulässig. Hintergrund sind strengere Umwelt- und Artenschutzvorgaben. Die eingesetzten Wirkstoffe können Risiken für Wildtiere, Haustiere und die Umwelt mit sich bringen. Eine Bekämpfung erfolgt deshalb gezielt dort, wo tatsächlich ein Befall festgestellt wurde.

Rattenbefall melden

Wer Ratten oder Anzeichen eines Befalls bemerkt, sollte dies möglichst zeitnah dem Abwasserwerk der Kreisstadt St. Wendel oder über das nachfolgende Formular melden. Nur so können betroffene Bereiche überprüft und notwendige Maßnahmen schnell eingeleitet werden.

Kontakt:

E-Mail: aww@sankt-wendel.de
Telefon: 06851 / 809-1921

Die Kreisstadt St. Wendel wird auch künftig konsequent gegen Rattenbefall vorgehen. Dauerhafter Erfolg kann jedoch nur gemeinsam erreicht werden. Mit ihrer Unterstützung, können die Bürger der Kreisstadt so einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Hygiene und Lebensqualität in St. Wendel leisten.

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