

Mitglieder des Stadtrates und von Ortsräten der Kreisstadt St. Wendel machten am Montag, 22. Juni, am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ auf die dramatische finanzielle Lage der Kommunen aufmerksam. Ort der Kundgebung war das St. Wendeler Freibad – eine der Einrichtungen, die als freiwillige Leistung der Stadt von der angespannten Finanzsituation am stärksten bedroht ist.
Neben Schwimmbädern betrifft das Thema aber auch Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Jugendangebote, Kultur, Mobilität, soziale Unterstützung und vieles mehr. Vor Ort wird sichtbar, was auf dem Spiel steht, wenn Aufgaben wachsen, aber die nötige Finanzierung ausbleibt. Kurz gesagt: Kommunale Finanznot ist kein abstraktes Phänomen – sie betrifft den Alltag aller Menschen.
Mit dem Aktionstag setzen sich Landkreise, Städte und Gemeinden bundesweit dafür ein, dass vor allem der Bund und auch die Länder endlich handeln und die kommunale Finanzlage wieder ins Lot bringen. Die Haushalte der Kommunen rutschen immer tiefer ins Minus. Allein im vergangenen Jahr mussten die Kommunen bundesweit ein Finanzierungsdefizit von mehr als 30 Milliarden Euro verkraften.