

Modernes und bedarfsgerechtes Konzept für die Friedhofsinfrastruktur
Mit ihrer offiziellen Eröffnung hat St. Wendels Bürgermeister Peter Klär die neue Einsegnungshalle auf dem Friedhof in Remmesweiler am Freitag, 26. Juni, ihrer Bestimmung übergeben. Der moderne Neubau markiert einen weiteren Schritt zur baulichen Umsetzung des Friedhofskonzeptes der Kreisstadt St. Wendel. Aufgrund seiner Charakteristik kann das Projekt als Vorbild für die zukünftige bedarfsgerechte und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Friedhofsinfrastruktur im Stadtgebiet dienen.
Beim Bau der Einsegnungshalle kam eine industriell vorgefertigte Gesamtkonstruktion zum Einsatz. Das eigentliche Hallenmodul misst 9 Meter in der Länge, 3 Meter in der Breite und 2,75 Meter in der Höhe. Es wurde in Stahlrahmenbauweise errichtet und in Leichtbauweise ausgebaut. Innerhalb des Moduls befinden sich drei Funktionsräume: ein Kühlraum, ein Lagerraum sowie ein Toilettenraum.
Weiteres zentrales Element ist die Überdachung in Form eines Bogendachs in Stahlbauweise. Dieses überspannt eine Fläche von 13 mal 13 Metern bei einer Spannweite von 12 Metern und erreicht eine Firsthöhe von 4,72 Metern. Es schafft einen geschützten und zugleich offenen Raum für Trauerfeiern und Abschiedszeremonien. Ergänzend zu dem Neubau wurden die Außenanlagen neu gestaltet und an die Anforderungen einer zeitgemäßen und würdevollen Abschiedskultur angepasst.

„Ich bin froh und dankbar, dass die Stadt hier einen würdevollen Ort geschaffen hat. Die neue Einsegnungshalle soll nicht nur Raum für den Abschied von geliebten Menschen bieten, sondern auch ein Ort des Innehaltens, der Ruhe und der Begegnung sein – ein Platz, an dem Menschen Trost finden und miteinander ins Gespräch kommen können,“ so Ortsvorsteherin von Remmesweiler, Elisabeth Krob.
Die Umsetzung des Projektes erfolgte in mehreren Bauabschnitten. Die Errichtung des Hallenmoduls fand zwischen Juni und September 2025 statt. Das Bogendach wurde von Oktober bis Dezember 2025 realisiert. Die Gestaltung der Außenanlagen erfolgte zwischen Februar und April 2026.
Die Gesamtinvestition für Abbruch, Neubau und Neugestaltung der Außenanlagen beläuft sich auf rund 384.000 Euro.
Klär: „Mit der neuen Einsegnungshalle in Remmesweiler haben wir einen würdigen Ort des Abschieds, geschaffen, der den aktuellen Bedürfnissen entspricht und zudem wirtschaftlich sowie nachhaltig konzipiert ist.“ Der Bürgermeister betonte, dass die in Remmesweiler gewonnenen Erfahrungen in die weitere Umsetzung des Friedhofskonzeptes im Stadtgebiet einfließen.
Hintergrund:
Die Entwicklung des Bestattungswesens hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Mittlerweile werden im Stadtgebiet St. Wendel mehr als 80 Prozent aller Bestattungen als Urnenbestattungen durchgeführt. Dadurch haben sich auch die Anforderungen an Friedhofshallen und deren technische Ausstattung deutlich gewandelt. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Kreisstadt das Ziel, Friedhofshallen, deren Sanierung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist – unter Berücksichtigung von Nutzerzahlen – durch moderne, funktionale und wirtschaftliche Ersatzneubauten in Modulbauweise zu ersetzen.